Devon Rex

Oft verkannt, obwohl kaum bekannt

Sehr zum Glück vieler Katzenliebhaber, welche eine Vorliebe für das Exklusive haben, wurde in den sechziger Jahren in Devonshire (GB) durch eine Laune der Natur ein Katerchen mit gewelltem Fell geboren. Oft schon stand die Devon Rex in der öffentlichen Kritik und Missgunst, obwohl vermutlich die wenigsten Menschen je eine Devon Rex in ihrer heimischen Umgebung beobachten konnten. Wer sich eingehender mit dieser Rasse beschäftigt, ist so fasziniert, dass er nie mehr von ihr loskommt – getreu dem Motto: “When I fall in love, it will be forever …”

Entstehung

1960 wurde in der englischen Grafschaft Devon ein lockiges Jungtier entdeckt, dem der Name Kirlee (von „Curl“=Locke) gegeben wurde. Kirlee wurde später mit Cornish Rex-Damen gepaart, welche bereits zehn Jahre zuvor entdeckt wurden. Doch die Nachkommen waren allesamt glatthaarig. Weitere Paarungen bestätigten die Vermutung, dass Kirlee’s Locken von einem anderen Gen ausgingen. Das Gen für das Fell der Cornish Rex wurde als „Rex-Gen (i)“, das für das Fell der Devon Rex als „Rex-Gen (ii)“ bezeichnet. Die beiden rex-haarigen Varietäten wurden weiter entwickelt und bilden heute zwei eigenständige Rassen. Die Devon Rex mit ihrem drolligen Koboldgesicht und den grossen Fledermausohren würde sogar mit „normalem“ Fell ungewöhnlich aussehen.

Kleine Engel mit teuflischem Charme

Kleine Kobolde, gelockte Teufelchen, liebenswerte Clowns sowie süsse Schätzchen – dies alles und vieles mehr verkörpert eine Devon Rex Katze. Wer eine Devon Rex besitzt, wird bestätigen können, dass diese kleinen „Dauerschmuser“ perfekte Familienmitglieder sind, dauernd zu einem Spässchen aufgelegt, unbeschreiblich anhänglich und fast nie schlecht gelaunt. Die Devon Rex braucht Gesellschaft, ist sie doch sehr sozial und gesellig ihrem Menschen sowie anderen Vierbeinern gegenüber. Gerade durch die extremen Charakterzüge dieser Rasse ist nicht jedermann „rextauglich“. Man sei sich bewusst: Devon Rexe sind wie Kletten! Staubsaugen, kochen sowie Gartenarbeit mit einer Devon Rex auf der Schulter sind beinahe die Norm. So sehr diese süssen Racker es lieben, herumzutoben und zu spielen, bleibt ihr bevorzugter Platz dennoch bei, resp. auf ihrem Menschen. Aufgrund ihres völlig anders strukturierten Haarkleids gibt die Devon Rex sehr viel Körperwärme an ihre Umgebung ab. Um diesen Wärmeverlust zu kompensieren, läuft ihr Stoffwechsel auf Hochtouren. Damit dieser erhöhte Stoffwechsel erhalten bleibt, frisst die Devon Rex im Verhältnis zu ihrem Körperbau ausgesprochen viel. Wichtig ist dabei qualitativ hochwertiges Futter, wobei sie auch Obst, Gemüse, ja sogar angemachten Salat nicht verschmäht Wer die Gelegenheit hat, eine Devon Rex im Arm zu halten, wird staunen! Besteht dieses kleine, schlanke, zerbrechlich wirkende Etwas doch tatsächlich fast nur aus Muskeln und Sehnen. Während oder kurz nach dem Fellwechsel kann die Devon Rex manchmal nackt aussehen, obwohl noch ein feiner Flaum die Haut bedeckt. So fragen oft verdutzte Besucher den Aussteller, weshalb er seine Katzen so stark schere. Ein weit verbreitetes Vorurteil ist, die Devon Rex sei nackt. Bei näherer Betrachtung kann man sich der gewellten Schönheit des Fells, welches diese Rasse ausmacht, nicht mehr entziehen Viele Menschen sind auf Katzenhaare allergisch. Sie sind sich dabei aber oft nicht bewusst, dass sich ihre Allergie nicht allgemein auf Katzenhaare, sondern vielmehr auf deren Beschaffenheit bezieht. Deshalb gibt es bereits heute viele glückliche Devon Rex-Besitzer, welche dank dieser Rasse nicht länger auf ihren geliebten „Stubentiger“ verzichten müssen.

Text: Andrea Stegmüller


Info

Kein Zuchtattest mehr notwendig. Sämtliche Artikel betreffend Zuchtattest werden bis auf weiteres nicht mehr angewandt. Dementsprechend werden Stammbäume auch ohne Zuchtattest der Elterntiere ausgestellt.

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